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| Informationen über Henna Tattoos |
Henna Tattoo
Henna-Painting:
Henna ist die kulturell angehauchte Alternative zum Permanent-Tattoo. Körperbemalung mit Henna gibt es schon Jahrhunderte in verschiedenen Kulturkreisen.
Typisch für die indische Hennamalerei sind feine Linien und florale oder Paisleymuster. In Südindien finden sich häufig Kreismuster auf der Handfläche und bemalte Finger. Bei der islamischen Hennakunst werden meist Hände und Füße bemalt. Im Sudan hingegen findet man ausschließlich bei Männern großflächige Muster mit schwarzem Henna (Saumer). Bei der afrikanischen Hennakunst sieht man breite Konturen und geometrische Darstellungen.
Die Hennakörperbemalung spielt in vielen Kulturen eine wichtige Rolle bei Hochzeiten. Während der Bemalungsriten werden die Frauen traditionell in die Geheimnisse der Ehe eingewiesen.
Die rötliche Hennabemalung ist zwischen einer und acht Wochen auf der Haut zu sehen, je nach Einwirkdauer verlängert sich die Intensität. Henna ist ein vollkommen natürliches Produkt, das aus den getrockneten Blättern junger Triebe des Lawsonia invernis (einem Strauch aus der Familie der Weidengewächse) hergestellt wird.
Unterschiedliche Rezepte für Hennapasten findet man in der Fachliteratur zu diesem Thema. Eine Möglichkeit Hennapaste selbst herzustellen führen wir hier auf:
Man kocht aus 2-3 Esslöffeln Kaffeepulver und etwa 200-250 ml Wasser einen starken Kaffeesud. Weiterhin stellt man einen Becher starken schwarzen Tee aus etwa 4 Teebeuteln auf 250 ml Wasser her. Nach dem Abkühlen beider Flüssigkeiten wird beides vermischt und der Saft ½ vollreifen ausgepressten Zitrone zugegeben. Das Gemisch wird nun erneut aufgekocht und unter ständigem Rühren wird etwa 30 g Hennapulver hinzugefügt bis eine zähe Paste entsteht. Die entstandenen Klümpchen kann man mit dem Stabmixer entfernen. Nun die Paste etwa 4 Stunden ruhen lassen und anschließend das gewünschte Motiv auf die Haut auftragen.
VORSICHT beim Anrühren unbedingt Handschuhe tragen, damit keine ungewünschten Hautstellen eingefärbt werden. Da Henna auch sehr intensiv die Nägel färbt und die Farbe erst wieder mit dem Herauswachsen der Nägel verschwindet helfen Handschuhe gegen unerwünschte Verfärbungen !
Die Paste wird meist über Schablonen aufgetragen und hat eine Einwirkzeit von zwei bis zwölf Stunden je nach gewünschter Intensität. Während der Trockenphase muss darauf geachtet werden, dass die Paste nicht abbröckelt. Eine Möglichkeit das zu vermeiden ist es wenn die trocknende Paste anfangs immer wieder mit einer Zucker-Zitronensaftlösung (1:2) betupft wird. Vorsicht das dient nur zum Feuchthalten der Paste und diese darf dabei keinesfalls aufgeweicht werden.
Um während der Einwirkzeit beweglich sein zu können besteht die Möglichkeit, die betreffenden Stellen mit Mullbinden oder Viskosewatte abzudecken und vorsichtig mit Mullkompressen oder Pflastern zu fixieren. Allzuheftige Bewegungen sollten trotzdem vermieden werden, damit sich die Paste nicht von der Haut löst.
Nach Beendigung der Einwirkzeit wird die Paste vorsichtig, sorgfältig abgekratzt. Auf keinen Fall mit Flüssigkeit entfernen ! Zum Schluss die Körperstellen einölen und das Ergebnis genießen.
Autor: Lilian B.
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