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Informationen über Münzen

Münzen

Münzen

Münzen sind offizielles Zahlungsmittel, die im Auftrag der Regierungen geprägt und ausgegeben werden. Da eine Währung und ein Nominal eingeprägt ist, sind sie eindeutig von Medaillen zu unterscheiden. Meist sind Münzen rund und aus einem (Edel- oder Unedel-)Metall hergestellt.

Geschichte des Münzgeldes

Zeitlich betrachtet gehen die Anfänge des Münzgeldes bis ins 3. Jahrtausend vor Christus zurück, geografisch nach China. Dort wurde um diese Zeit bereits mit Kupferstücken in Form zum Beispiel von Schwertern gehandelt. Später entwickelten sich daraus schon gegossene Kupfermünzen. Die ersten anschaulichen Motive waren um 620 vor Christus auf Münzen zu bestaunen. Nur wenige Jahre später setzten sich auch erstmals die Edelmetalle Gold und Silber als Münzmetalle durch. Fortan war Silber das am meisten benötigte Metall für die Münzprägung, nur für kleine Münzen wurde noch Kupfer verwendet.

In der Zeit der Römischen Republik wurden Münzen aus Kupfer und Bronze hergestellt, später gab es auch noch Silbermünzen (ab 269 vor Christus). In der Kaiserzeit des Römischen Reiches waren Münzen aus Gold, Silber, Messing und Kupfer üblich.

Das Mittelalter war auch in Bezug auf das Münzwesen ein Rückschritt. Der Umlauf von Münzen nahm immer mehr ab, dafür stieg der Tauschhandel wieder an. Erst Kaiser Karl IV. setzte mit der „Goldenen Bulle“  von 1356 wieder einen Akzent, als er den Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches das Münzrecht anerkannte. Ab diesem Jahr bis einschließlich 1871 war das Geldwesen in Deutschland von großer Vielfalt geprägt. An eine einheitliche Währung war nicht zu denken.

Erst nach der Gründung des Deutschen Kaiserreiches (nach der Abdankung Wilhelms II. 1918 als Deutsches Reich bezeichnet) bildete sich hier eine einheitliche “Münzkultur“ heraus. Die Bezeichnungen für die deutschen Münzen lautete Pfennig und Mark. Allerdings war es vorerst weiterhin so, dass die Fürstentümer, wie zum Beispiel Baden, Preußen oder Sachsen, ihre eigenen Münzen prägen durften. Vereinheitlicht war nur die Währung und die gemeinsame Wertseite (von wenigen Details einmal abgesehen). Mit der Gründung der Weimarer Republik gab es dann im ganzen Land einheitliche Münzen von 1 Pfennig bis 500 Mark. Nach der knapp einjährigen Gültigkeit der Rentenmark (eingeführt am 15. November 1923, als Maßnahme gegen die ausufernde Inflation) gab es ab dem 30. August 1924 die Münzen von 1 Reichspfennig bis 5 Reichsmark.

Ein weiterer wichtiger Schritt nach dem 2. Weltkrieg war die Einführung einer neuen Währung in der neugeschaffenen Bundesrepublik Deutschland (zusammengefasst aus den Besatzungszonen von Amerika, England und Frankreich). Ab 1950 prägten die vier deutschen Prägestätten: München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg, 1-, 2-, 5-, 10- und 50 Pfennig sowie 2- und 5 D-Mark für den Umlauf. 1952 wurde mit der 5 D-Mark Münze „150 Jahre Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg“ auch die erste Gedenkmünze geprägt. Damals lag die Münze monatelang, wie Blei in den Banken, weil die hungernde Bevölkerung es sich damals noch nicht leisten konnte 5 D-Mark nicht für Essen oder andere lebenswichtige Dinge auszugeben. Heute ist die Münze in Besterhaltung über 1000 Euro wert.

2001 wurden in insgesamt 12 europäischen Ländern und 3 Kleinstaaten (Monaco, San Marino, Vatikan) die Euromünzen als nationale Währung eingeführt. Abermals fand eine Zusammenlegung mehrere Währungen zu einer einzigen, neuen statt. Die Vorteile liegen auf der Hand, schließlich erleichtert eine einheitliche Währung nicht nur den Urlaub in andere Länder, auch der Handel zwischen verschiedenen Euroländern ist einfacher geworden.

Welche Merkmale haben Münzen?   Wie bereits in der Einleitung erwähnt tragen Münzen in der Regel eine Nominal- und Währungsangabe. Außerdem wird meist noch der Jahrgang sowie der Prägeort kenntlich gemacht. Viele Münzen verfügen zudem noch über eine Randschrift oder eine Rändelung. Die Vorderseite/Motivseite (Avers) zeigt in der Regel das Motiv (Kopf des Königs, Staatswappen oder ähnliches), auf der Rückseite/Wertseite (Revers) hingegen ist die Wertangabe zu sehen.

Im Gegensatz zu Medaillen werden Münzen durch einen Auftrag des Staates geprägt und sind offizielles Zahlungsmittel. Medaillen dürfen auch von Privatleuten/Firmen hergestellt werden, haben allerdings keinen offiziellen Charakter. Pseudomünzen besitzen Eigenschaften von beiden. Einerseits besitzen sie zwar eine Wertangabe und sind auch Zahlungsmittel, allerdings wird ihre Prägung von Privater Seite in so exotischen Ländern, wie zum Beispiel Somalia beauftragt. Zum Bezahlen werden diese „Münzen“ vermutlich nie benutzt.

Münzen sammeln   Zwischenzeitlich hat das Hobby „Münzen sammeln“ (wissenschaftlich auch als Numismatik bezeichnet) eine große Bedeutung in der Freizeitgestaltung vieler Menschen gewonnen. Alleine in Deutschland soll es bis zu 1 Million Menschen geben, die wenigstens ab und zu eine Münze sammeln. Diesen Trend haben auch die Regierungen und Ausgabestellen erkannt und so gibt es mittlerweile fast kein Land mehr, welches nicht Gedenkmünzen (Sammlermünzen zu einem besonderen Ereignis) oder Kursmünzensätze (darin enthalten sind die Umlaufmünzen eines Jahres in einer besonderst guten Qualität) gegen einen Sammleraufschlag ausgibt. Allerdings gibt es auch Sammler, die nur die Münzen sammeln, die sie im Portemonnaie finden. Denn die Bedeutung als Zahlungsmittel haben die Münzen bis heute nicht verloren, auch wenn sie Konkurrenz mit dem Papiergeld oder Kreditkarten bekommen haben. Man wird sehen, womit in Zukunft bezahlt wird!

Karsten Scholz  
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 :::  Erstellungsdatum: 07.01.2005, 16:33:29  :::  Aktualisierungsdatum: 03.08.2006, 12:32:25