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Informationen über Regionen in Deutschland

Deutsche Regionen

Deutschland, das ist ein Gebiet der Erde, in dem sich die Natur eher fürsorglich als erbarmungslos gegenüber den Menschen zeigt. Deutschland, das ist ein Areal, in dem man sich nach Herzenslust erholen und in der Freizeit richtig entspannen kann. Deutschland, das muß jeder ins Herz schließen, denn seine so unterschiedlichen Regionen von den Alpen bis zur Küste bieten jedem das, was ihm am besten gefällt.

1.Süddeutschland

Süddeutschlands Landschaftsbild wird maßgeblich geprägt von den Alpen und dem Alpenvorland. In Deutschlands Südwesten liegt das Allgäu, ein Ferienland wie aus dem Bilderbuch. Ob man sich zu den Gipfelstürmern zählt oder zu den ausdauernden Bergwanderern, ob man dem Eissport frönt oder mit dem Gleitschirm durch die Lüfte schwebt: Das Allgäu ist ein buntes Kaleidoskop der Möglichkeiten, einen Traumurlaub dort zu verleben.

Die höchsten Gipfel, die ausgedehntesten Moorflächen, die tiefsten Seen – daran mangelt es den bayerischen Alpen zwischen Lech und Inn gewiß nicht. Kalkstein und Eis waren die fleißigsten Schöpfer dieser beeindruckenden Landschaft . Markante Gipfel wie Zugspitze, Karwendelgebirge, Rotwand oder Wendelstein schauen hinunter auf riesige Moorflächen und eine Vielzahl von Seen vor dem Alpenrand.

Im südöstlichen Zipfel der Bundesrepublik liegen dann der Chiemgau, der Rupertiwinkel, das Berchtesgadener Land. Hier lockt der Nationalpark Berchtesgaden mit dem Königssee und der 2713 m hohe Watzmann viele Touristen.

Die hügelige Moränenlandschaft vor dem Hochgebirge zeigt sich dem Betrachter mit Seen und Mooren, mit bewaldeten Hängen und im Norden mit einer breiten Schotterebene. Regionen wie die Schwäbische Alb, der Hegau, Bayerisch-Schwaben, das Donaumoos, das Hopfenanbaugebiet der Hallertau, der Gäuboden um Straubing haben alle einen besonderen Charme, bieten viel Sehens- und Erlebenswertes. Das Donautal, besiedelt seit Jahrtausenden, nimmt in deutschen Regionen eine Sonderstellung ein. Hier wandeln wir auf den Spuren vorchristlicher Völker bis in die Neuzeit hinein, eine unvergleichliche Kunst- und Kulturreise.

Nördlich der Donau, im Südosten der Bundesrepublik, wird es dann rau und wild: Der Bayerische Wald, ein Gebiet, dessen Höhen allesamt aus dem Urgestein Granit bestehen, verbindet sich mit endlosen Wäldern, deren Besiedelung erst im 2. Jahrtausend n. Chr. begann. Die ursprüngliche Natur hat sich dort lange erhalten und wird heutzutage wieder gepflegt und geschätzt, der Charakter des „wilden Waldlandes“ soll erhalten bleiben.

Mit Oberpfälzer Wald, Fichtelgebirge, Frankenwald, Thüringer Wald und Rhön setzt sich das Waldgebirge fort. Ein wahrhaft „steinreiches“ Land, das seinen Mittelgebirgscharakter mit markanten Felsformationen und Blockmeeren durchsetzt, das zwar viele Bodenschätze birgt, deren Abbau aber meist zu aufwändig ist. Da sind es schon eher Heilquellen wie Bad Alexandersbach oder Bad Berneck, die ergiebig plätschern.

Nach Westen schließen sich die Fränkische Alb, Mittelfranken, der Schwäbisch-Fränkische Wald, Mainfranken mit dem Steigerwald und den Haßbergen, das Neckarland und der Odenwald an. Ihnen gemeinsam ist die typische Mittelgebirgslandschaft, wobei jede Region ihre Eigenarten und Spezialitäten haben wie z.B. die Fränkische Alb ihren Urvogel Archäopterix der Steigerwald die Orchideenwiesen im Böhlgrund oder edle Weine und mehrere Wein-Lehrpfade. Überall gibt es eine Menge zu entdecken.

Gewaltige Kräfte aus dem Erdinnern schufen vor Jahrmillionen den Schwarzwald im Südwesten Deutschlands. Landschaftlich äußerst reizvoll, zählt er zu den beliebtesten deutschen Urlaubsregionen. Wer kennt sie auch nicht, die lieblichen Täler, den vielbesungenen Titisee, die Schwarzwälder Uhr und leibliche Genüsse wie Kirschtorte oder Schinken!

Mit Spessart, Taunus, dem Saarland, Hunsrück und Eifel schließt sich den Bogen der Mittelgebirge, in die der Oberrhein eine tiefe Kerbe schlägt. Spessart, das sind auch heute noch tiefe Wälder, auch wenn sie von der Autobahn durchschnitten sind. Der Taunus, Eckpfeiler des Rheinischen Schiefergebirges, ist Naherholungsgebiet für die Ballungsräume um Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Wetzlar. Besondere Naturschönheiten wetteifern mit lieblichen Landschaften um die Gunst des Gastes.

Das Saarland – das ist nicht nur Kohle und rauchende Schlote, sondern auch dichtbewaldete Mittelgebirgslandschaft mit Höhlen, skurillen Sandstein-Formationen, üppiger Fauna und Flora. Zwischen Rhein, Mosel und Saar liegt der Hunsrück, eine reizvolle Schiefergebirgslandschaft. Vom Massentourismus bisher noch verschont, findet man Erholung in stillen, ausgedehnten Wäldern und Freude an botanischen Raritäten oder an Klettergebieten. Maare und Moore prägen die Eifel zwischen Ardennen und Rhein. Romantik pur findet der Gast rund um die Burg Eltz, Naturschutzgebiete garantieren Ruhe und Beschaulichkeit und in aufgelassenen Steinbrüchen, Sand- oder Tongruben entstehen neue Lebensräume, in denen Erholungssuchende Natur wieder entdecken.

2.Mitteldeutschland

In Erzgebirge und Elbsandsteingebirge, Sächsisches Hügelland, Thüringer Becken und Hessisches Bergland, Siebengebirge, Westerwald, Sauerland und Bergisches Land, Münsterland und das Gebiet des Niederrheins könnte man von Ost nach West die Regionen des mittleren Teiles Deutschlands unterteilen.

Erzgebirge – seit dem 16. Jh. trägt der Landstrich diesen Namen, der auf Silbervorkommen und rentablen Bergbau zurückgeht. Heute ist das Erzgebirge Synonym für gläsernen Christbaumschmuck, denn der gab den Bewohnern nach dem Niedergang des Bergbaus endlich wieder Arbeit und Brot. Die Landschaft mit bewaldeten Bergen, freundlichen Tälern und zackigen Felspartien strahlt einen stillen Reiz aus.

Bedeutsame Sehenswürdigkeiten, Tafelberge und Felsnadeln mit Klettersteigen machen das Elbsandsteingebirge zum vielbesuchten Gebirge. Das Lausitzer Bergland, die Sächsische Schweiz – nachdem politische Hürden fielen, zieht es Gäste zu den Naturschönheiten der Region. Vom Erzgebirgsvorland, dem Sächsischen Hügelland, fällt die durch Wälder aufgelockerte Heidelandschaft nach Norden immer mehr ab. Weinbaugebiete, Auen, Heide, waldige Höhen, Teiche, Talsperren oder der versteinerte Wald von Chemnitz sind Anziehungspunkte, die bleibende Erinnerungen schaffen.

Das Vogtland, eine bergige Waldlandschaft, aus der zahlreiche Heilquellen sprudeln, zieht Kur- und Badegäste in Scharen an. Plauen, das Zentrum, genießt durch seine Klöppelspitzen Weltruf. Die Weiße Elster mit der Talsprerre Pirk fügt sich mit der nur 24,5 m hohen Staumauer harmonisch in die Kuppenlandschaft ein. Viele Freizeiteinrichtungen um den See samt Umfeld machen ihn zum beliebten Treffpunkt für Freizeitaktivisten. - Die Gegend um das Thüringer Becken hat durch die Barbarossa-Sage große Bekanntheit erlangt. Das Unstruttal gehört zu den nördlichsten Weinanbaugebieten Europas. Auf Goethes und Schillers Spuren wandeln, die ja beide in Weimar lebten und wirkten, bringt gewiß viel Interessantes an den Tag.

Das Hessische Bergland liegt ziemlich genau in Deutschlands Mitte. Zu vielen Märchen der Brüder Grimm lieferte diese Region die Schauplätze. Mehrere Naturparke sorgen dafür, daß die waldreichen Hänge weiterhin die Chance haben, naturnah weiter zu existieren.

Westerwald und Siebengebirge – unmöglich, dabei nicht an die kalten Winde zu denken, die über eine raue Landschaft fegen. Siebengebirge, dazu gehört aber auch der sagenumwobene Drachenfels und mondäne Ferienorte wie Königswinter. Den spröden Westerwald sollen schon vor 100.000 Jahren Neandertaler auf ihren Jagdstreifzügen erkundet haben. Die Westerwälder Töpferkunst (Kannebäckerlqand) ist uralt und heute weltweit bekannt. Das Abfischen der Weiher im Herbst ist Grundlage zahlloser Volksfeste landauf, landab, zu denen auch die Kurgäste erscheinen, die in den vielen Badeorten der Region gesundheitlichen Aufwind erhoffen.

Der Natur auf der Spur kann man gut im Bergischen Land und im Sauerland sein, denn die Natur hat diesen Landstrich üppig ausgestattet: Wälder und aussichtsreiche Berge, Kletterfelsen, Stauseen, idyllische Täler, Heiden, Höhlen, eine vielfältige Flora und Fauna. Das Rothaargebirge (Naturpark) im südlichen Sauerland besticht durch ausgedehnte Heideflächen, malerische Täler und viel Ruhe.

Du bist nicht mächtig, bist nicht wild, bist deines stillen Kindes Bild“, so reimte Annette von Droste-Hülshoff über ihre Heimat, das Münsterland. Ein ebenes Land, mit Hochmooren und Heideflächen, mit Baumalleen und viel Ackerbau. Viel Sehenswertes, dazu eine Flora und Fauna mit höchst seltenen Exemplaren bewahrte sich das Münsterland über die Zeit.

Der Rhein ist bestimmendes Element der Region Niederrhein. Vogelparadiese und Dünenlandschaften bieten Gelegenheit zu langen, stillen Spaziergängen. Im Waldgebiet des Naturparks Hohe Mark leben Kreuzotter, Moor- und Grasfrösche, Roter Milan und Wespenbussard gehen hier auf die Jagd und der einzig nennenswerte Rotwildbestand am Niederrhein lebt im Dämmerwald, nahe der B 58.

3.Norddeutschland

Das Lausitzer Bergland zwischen Zittau, Görlitz und Dresden grenzt im Süden an Tschechien. Sehenswert sind der wild zerklüftete Oybin mit Bergkirche und -friedhof und die Jonsdorfer Felsenstadt. Nördlich davon breitet sich die Lausitzer Heide aus. Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit ist das rund 300 km lange Fließgewässer-Labyrinth des Spreewaldes, von denen 194 km mit dem Kahn befahrbar sind. Der hohe Grundwasserspiegel ist Grundlage für eine üppigen Vegetation. Schwertlilien und Teichrosen fühlen sich hier sehr wohl.

Das Gebiet der Magdeburger Börde hat zwei Gesichter: Östlich der Elbe hat die Eiszeit nur unfruchtbare Moränenfelder hinterlassen. Eine ausgedehnte Dünenlandschaft mit Wanderdünen findet man hier. Im Hohen Fläming, einen ausgedehnten, ruhigen und weitläufigen Waldgebiet durchziehen steilwandige Täler die Kiefernwälder und gestalten sie sehr abwechslungsreich. Westlich der Elbe, übernimmt fruchtbare Ackerboden den Hauptanteil, so daß das Landschaftsbild landwirtschaftlich geprägt ist.

Wer kennt sie nicht, die unheimlichen Sagen und Legenden, die den Brocken, den höchsten Berg im Harz umspinnen! Tatsächlich ist die Granitkuppe mit ihren 1142 m Höhe der höchste Berg Norddeutschlands. Manchmal sind die Hochlagen in der Winterzeit so dick verschneit, daß alle Wintersportler voll auf ihre Kosten kommen. Teufelsmauer und Hexentanzplatz, ein Gipskarstgebiet, Höhlen und Moore sind neben vielem anderem durchaus einen Besuch wert und auch das Vogelsanatorium bei Osterode, in dem die gefiederten Patienten gesund gepflegt und dann wieder in die Freiheit entlassen werden.

Durch den Zusammenfluß von Fulda und Werra entsteht bei Münden die Weser. Ihrem Lauf nach Norden bis Minden folgend, erstreckt sich das Weserbergland. Und wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Rattenfänger von Hameln oder vom Lügenbaron Münchhausen? Deshalb folgt auch die Deutsche Märchenstraße dem landschaftlich äußerst reizvollen Flußtal mit seinen zahlreichen Burgen und Schlössern, seinen Felsen und Höhlen. Dort, wo die Weser durch das Gebirge in die Norddeutsche Tiefebene einbricht, liegt die Porta Westfalica. Hoch über dem Fluß steht auf bewaldeter Höhe das Porta-Denkmal, das an Kaiser Wilhelm I. erinnert.

Teutoburger Wald - schon in der Schule verfolgte uns das kriegerische Geschehen in der Römerzeit, hier, zwischen Wiehengebirge, dem Teutoburger Wald und dem südlich gelegenen Eggegebirge. Auf hunderten von Kilometern Wanderwegen kann man Ruhe und Erholung genießen. Eine große Anziehungskraft üben die Externsteine aus, gewaltige Klippen aus Sandstein. Wie Zähne ragen die Felssäulen in den Himmel und beflügeln die Phantasie.

Zu den bekannten Regionen Deutschlands zählt die Lüneburger Heide. Seit der Dichter Hermann Löns ihr ein literarisches Denkmal setzte, wurde der Wert der einst als armselig und verarmt verrufenen Gegend wieder geschätzt. Im August blüht die Heide, da überzieht das Heidekraut sie mit einem rosa-violetten Blütenteppich. In dieser Zeit lockt auch der größte Binnensee Niedersachsens, das 30 km2 große, seichte Steinhuder Meer zu jeder Art von Wasserspiel und –sport. Seit langem zieht die herbe, sagenumwobene Landschaft mit ihren Wacholderhainen, riesigen Findlingen und schwarzen Moorseen Künstler an.

Politische Verhältnisse führten dazu, daß das Wendland und die Altmark ins Abseits gerieten, obwohl sie bei Naturfreunden als Geheimtipp im Urstromland galten. Nun dürfen alte Verbindungen wieder zusammenwachsen. Das Urstromtal südlich der Elbe bietet nun eine noch fast unberührte Flußlandschaft. Erst allmählich öffnet es seine vielfältigen Schätze für Wanderer, Radfahrer und Reiter.

Zwischen dem Wendland und der Oder liegt das Havelland, die Berliner Seenplatte und das Oderbruch. Spree, Havel, Weichsel und ein Labyrinth von kleinen und größeren Seen prägen die beliebten Erholungsstätten um die deutsche Hauptstadt Berlin. Mit 115 Metern sind die Müggelberge im Südosten der Stadt das höchste Gebirge, in dem man in schneereichen Wintern sogar rodeln kann. Mehrere Naturschutzgebiete zeigen, daß es auch stadtnah viele Wunderwerke der Natur zu bestaunen gibt. Lange für seinen Fischreichtum berühmt, wandelte sich die Tiefebene durch Kolonisten mehr und mehr zum intensiv landwirtschaftlich genutzten Terrain.

Nach Norden schließt sich die Mecklenburgische Seenplatte an. Wie Fingerabdrücke der einstigen skandinavischen Gletscher liegen zwischen bewaldeten, hügeligen Moränenrücken ungezählte kleine und große Seen. Vor Dünenwällen wachsen Buchen- und Kiefernwälder. An weiten Stränden suchen Feriengäste Bernstein, den Edelstein des Baltikums. Skandinavische Gletscher schufen reizvolle Landschaftsbilder. In raschem Wechsel gibt es flache und steile Uferbereiche, wuchtige Kreidefelsen und zauberhafte Sandstrände.

Nach Westen schließt sich das Schleswig-Holsteinische Hügelland an, ein buntes Landschaftsmosaik, das durch die Ostseeküste im Norden und der Elbe im Süden begrenzt ist. Heute zieht der Landstrich alljährlich Badegäste zu Tausenden an die Ostseeküste. Moränenhügel und tiefblaue Seen prägen das Bild einer Landschaft, das vor etwa 12.000 Jahren letzte Gletscher modellierten. Neben den „natürlichen“ Sehenswürdigkeiten wie etwa der Lauenburgischen Seenplatte oder der Holsteinischen Schweiz trifft der Besucher aber auch auf von Menschenhand geprägtes Kulturland wie das etwa 300 ha große Vogelschutzgebiet Wallnau, Fischteiche, dichte Wälder, Heide.

Die Deutschland-Reise endet in Schleswig-Holstein, im von Meer, Marsch und Moor geprägten Ostfriesland. Die großen Häfen entlang der Küste verbinden Deutschland auf dem Seeweg mit allen Kontinenten. Der Küste vorgelagert sind die friesischen Inseln, dazwischen ein geologischer Außenseiter, der rote Sandsteinfelsen von Helgoland. Mit allen Sinnen erleben Besucher das Wattenmeer. Watt, Dünengürtel, Salzwiesen, Moor, Felder und Wiesen, das fette Marschland – die abwechslungsreiche Festlandsküste ist Heimat einer vielfältigen Flora und Fauna und macht viele Urlaubsträume wahr.

Autor: Uwe Borkamm

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 :::  Erstellungsdatum: 22.01.2005, 02:10:34  :::  Aktualisierungsdatum: 29.01.2005, 17:16:35