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die Welt des Tattoo und Tribal Tattoos

Die Magie der Tattoos fasziniert schon seit vielen Jahrhunderten die Menschheit.

Durch eine Tätowierung stellt ein Mensch sein Inneres dar, wandelt sich in einen Anderen - verändert sich in der Betrachtung des Gegenübers - gleichzeitig bleibt er aber auf ganz besondere Weise sich selber gleich. Denn ein Permanent-Tattoo begleitet einen Menschen ein Leben lang und ist unverwechselbarer Ausdruck der Persönlichkeit. Die Magie die einer Tätowierung innewohnt ist zunächst nicht in der Darstellung des Motivs begründet. Für die Menschen in vergangenen Urvölkern war schon das Hautbild als solches Magie. Auch wer sich aus Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen Zeichen in die Haut ritzte, oder aus Liebe und der Darstellung des Bandes zum Geliebten, suchte nicht ein bestimmtes Motiv sondern eher die dauerhafte Erinnerung.

In anderen Kulturkreisen legt man jedoch großen Wert auf die Bedeutung der Anordnung, Farben oder dessen was das Bild darstellt. Doch bei aller Symbolik und Bedeutung der Motive; die magische Wirkung erhalten sie dadurch, dass sie der lebenslange Begleiter des Trägers sind. In dieser permanenten Dauer, in der Erinnerung zeigt sich das Wesen der Tätowierung. Nicht das Motiv als solches verzaubert und fasziniert, sondern die Bedeutung, die es hat solange der Mensch lebt. Die Symbolik ist für immer - sei es nun Jugend, Gruppenzugehörigkeit, Trauer, Liebe oder Glaube.

Daher sollte die Entscheidung sich tätowieren zu lassen gut überlegt sein. Doch sollte dieser Entschluss gefasst werden, wollen wir helfen ein geeignetes Motiv zu finden damit der Körperschmuck zu einem prachtvollen Ausdruck der Persönlichkeit wird.

Die Geschichte des Tattoos (Tätowierungen):

Tätowierung ist eine der heiligen magischen Künste, die es schon immer gegeben hat. Seitdem unsere Archäologen im September 1991 über den Ötzi im Eis gestolpert sind, hat sich die Geschichte der Tätowierung gleich noch ein paar tausend Jahre weiter in die Frühzeit bewegt. Es handelt sich bei diesem Fund um eine mehr als 5000 Jahre alte männliche, sehr gut erhaltene Mumie. Dieser Fund war eine Sensation für die Wissenschaft, aber auch für die Tattoowelt, denn Ötzi, wie man die Mumie nach dem Fundort im Ötztal nannte, war tätowiert. Eine Kreuztätowierung fand sich auf der Innenseite des linken Knies. Weiterhin waren an den Füßen sowie oberhalb der Nieren einige Linien in der Haut zu erkennen. Die Geschichtswissenschaftler gehen davon aus, dass es sich hierbei nicht um Zeichen der Identifikation gehandelt haben muss, sondern um magisch-medizinische Körpermarkierungen, die Schmerzen lindern sollten. Röntgenaufnahmen des Skeletts ergaben, dass Ötzi an Arthritis litt, und zwar genau an den Stellen, welche die erwähnten Tätowierungen aufwiesen.

Aber auch schon bevor der Eismann entdeckt wurde, waren Mumien gefunden worden die Tätowierungen trugen; etwa die Mumie eines königlichen, ägyptischen Kindes aus der Zeit um 2000 v. Chr. Dieses Kind hatte das Zeichen des Sonnengottes auf seinen Körper tätowiert. In Lybien fand man eine tätowierte Mumie die auf die Zeit um 600 - 200 v. Chr. datiert wurde. Auch in Gräbern aus der Inka Zeit in Südamerika (etwa 11. Jahrhundert n. Chr.) gab es entsprechende Funde.

In antiken Texten lassen sich weiterhin zahlreiche Beleg finden, die beweisen, dass bereits die germanisch-keltischen Völker die Hautkunst ausübten. Sicher ist auch, dass bereits die Frühchristen auf der Stirn oder dem Unterarm die Anfangsbuchstaben des Namen Christi, ein Lamm, ein Kreuz oder einen Fisch trugen, und das, obwohl das alte Testament das Tätowieren untersagte. So heißt es beispielsweise im mosaischen Gesetz: "Ihr solltet keine Male um eines Toten Willen an euren Leibe reißen, noch Buchstaben an euch ätzen, denn ich bin der Herr" und "Sie sollen auch keine Platte machen auf ihrem Haupt und an Ihrem Leib kein Mal stechen". Zwar erließ die Kirche in Anlehnung an das alte Testament im Jahre 787 einen Konzilsbeschluss, der das Tätowieren verbot, doch unbeeindruckt des Verbots tätowierten sich die Kreuzfahrer des 12. Jahrhunderts mit Kreuzen, um sich im Falle des Ablebens ein christliches Begräbnis zu sichern. Auch Pilger anlässlich ihrer Wallfahrt nach Jerusalem ließen sich tätowieren. Dieser Brauch hielt sich bis zum Ersten Weltkrieg. Außer dieser Pilgertätowierungen finden sich aber kaum Hinweise darauf, dass es im europäischen Mittelalter Tätowierungen gab.

Erst durch die Begegnung mit den Südseekulturen wurde die Tätowierkunst in Europa neu entdeckt. Omai nannte sich der Tahitianer der 1775 mit Kapitän James Cook in England eintraf. Zwei Jahre bleib Omai bevor er wieder zurück in seine Heimat segelte. Er wurde den wissenschaftlichen Kapazitäten, Adligen und auch dem Volk vorgestellt und als Sensation bestaunt. Er sorgte selbst in den Zeitungen für Schlagzeilen, denn Omais Körper war mit Farbe "bemalt" die sich nicht wegwaschen lies. "Tatau" (übersetzt: richtig schlagen) nannten die Tahitianer diese Sitte, und die Engländer schufen daraus das Wort Tattoo. Unter diesem Begriff verbreitete sich diese Kunst in England und Amerika, als Tatauierung oder Tätowierung wurde sie bei uns in Deutschland bekannt. Bereits vor Omai besuchten uns tätowierte Südseeinsulaner in Europa, doch erst mit ihm setzte sich ein Name zu dieser Körperkunst in den Köpfen fest. Wohl deshalb wird er in Bezug auf die Tattoo-Geschichte stets erwähnt.

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    Autor: Lilian B.

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     :::  Erstellungsdatum: 19.01.2005, 12:53:59  :::  Aktualisierungsdatum: 19.01.2005, 14:02:02